Künstliche Intelligenz hilft der Pflege, nichts zu übersehen

**Rheda-Wiedenbrück 17. August 2026** — Der Senioren-Park carpe diem gehört bundesweit zu den ersten Pflegeträgern, die einen KI-Assistenten einsetzen, der die Pflegekräfte im Alltag aktiv unterstützt. Das Programm liest mit, was die Mitarbeitenden ohnehin über die Bewohnerinnen und Bewohner dokumentieren. Er meldet sich, wenn ihm etwas Wichtiges auffällt, das im Trubel des Alltags unterzugehen droht. Entschieden wird trotzdem immer von einem Menschen.

Entwickelt wurde die Lösung gemeinsam mit dem Berliner Unternehmen voize.

Praxisnahe Digitalisierung in der Pflege
Carpe diem betreibt über 35 Pflegeeinrichtungen und nutzt Technik mit einem klaren Ziel: Pflege braucht Menschlichkeit. Schon seit 2024 diktieren die Mitarbeitenden ihre Dokumentation per Sprache in eine App, statt alles mühsam zu tippen. Voize, die App im Hintergrund, sortiert die eingesprochenen Daten automatisch und bereitet sie für die Pflegedokumentationssoftware auf. Die gewonnene Zeit entlastet Mitarbeitende und kommt den Bewohnenden in den Senioren-Parks zu Gute.

Der nächste Schritt: Die App voize soll nicht nur mitschreiben, sondern assistieren.

Das Problem: Wichtige Hinweise gehen im Alltag unter
Eine einzelne Pflegekraft versorgt in ihrem Dienst dutzende Menschen und dokumentiert deren Zustand. Quer durch alle Schichten entstehen so täglich tausende Berichtseinträge in einem Pflegeheim.

Das Tückische: Wichtige Einträge gehen in der Datenflut unter oder einzelne Notizen wirken für sich genommen harmlos. Erst wenn man sie über mehrere Tage und mehrere Schichten zusammennimmt, ergibt sich ein Bild. Und genau dieser Blick aufs Ganze fehlt oft. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Zeitmangel in täglichen Pflegesituationen.

Die Lösung: Ein Assistent, der mitdenkt
Der KI-Assistent von voize und carpe diem analysiert die vielen einzelnen Dokumentationseinträge quer durch alle Schichten und erkennt Zusammenhänge, die im Alltag leicht übersehen werden. Fällt ihm etwas auf, informiert er den zuständigen Mitarbeitenden. Dabei arbeitet er nur mit dem, was die Pflegekräfte ohnehin schon dokumentiert haben. Er erfindet nichts dazu und die Daten bleiben lokal im Unternehmen.

Die Pflegekraft schaut sich den Hinweis an und entscheidet: annehmen, anpassen oder verwerfen. Ohne ihre Expertise und Freigabe passiert nichts.

Die Fachlichkeit bleibt beim Menschen; die Technik übernimmt nur die Fleißarbeit.

So sieht das im Alltag aus
Eine Bewohnerin trinkt seit einigen Tagen etwas weniger als sonst. Mal steht in den Notizen „mochte den Tee nicht“, mal „hat mittags nur wenig getrunken“, mal „Glas am Abend noch halb voll“. Jede Beobachtung für sich ist unauffällig, aufgeschrieben von verschiedenen Kolleginnen und Kollegen über mehrere Tage hinweg.

Gerade bei älteren Menschen kann zu wenig Trinken aber schnell gefährlich werden. Der Assistent erkennt das Muster, das sich über die einzelnen Schichten aufbaut und weist die Pflegekraft darauf hin: Hier trinkt jemand schleichend weniger, das sollte man im Blick behalten. Die Fachkraft prüft den Hinweis und handelt, bevor daraus ein gesundheitliches Problem wird.

Was das für die Pflege bedeutet

  • Bessere Versorgung: Veränderungen fallen früher auf. Auch dann, wenn viele verschiedene Kräfte im Wechsel arbeiten.
  • Mehr Zeit für Menschen: Weniger Administrative Arbeit am Schreibtisch. Mehr Zeit für die Bewohnerinnen und Bewohner.
  • Mehr Sicherheit: Die Unterlagen sind vollständig und aktuell. Nicht erst kurz vor der nächsten offiziellen Qualitätsprüfung.

„Künstliche Intelligenz ersetzt keine Pflegekraft — aber sie kann uns die Schreibtischarbeit abnehmen. Wenn das Programm von selbst bemerkt, dass sich bei jemandem etwas verändert und meinen Kolleginnen und Kollegen den Rücken freihält, dann hilft die Technik endlich da, wo es zählt. Genau hier macht Digitalisierung in der Pflege wirklich Sinn.“

Ute Dratwa, Einrichtungsleitung des Senioren-Park carpe diem Rheda

Über den Senioren-Park carpe diem

Der Senioren-Park carpe diem betreibt mit ca. 3.200 Mitarbeitenden über 35 Pflegeeinrichtungen. Der Träger setzt auf Technik, die den Pflegekräften den Rücken freihält. Das Ziel bleibt immer dasselbe: Zeit sparen bei der Verwaltung, damit mehr Zeit für die Bewohnenden bleibt.

Über voize
Voize wurde 2020 von Fabio und Marcel Schmidberger sowie Erik Ziegler gegründet.

Heute entwickelt voize einen KI-Sprachassistenten, der Pflegekräfte von administrativen Aufgaben entlastet, damit mehr Zeit für Menschen bleibt. Mit über 200 Millionen erfassten Einträgen, werden inzwischen mehr als 180.000 Pflegekräfte entlastet und jede 5. Einrichtung vertraut voize. Die App wird in Deutschland entwickelt und ist vollständig DSGVO-konform.