Ausbildung im Senioren-Park carpe diem Aachen mit Herz, Engagement und Vielfalt

51 Auszubildende aus verschiedenen Nationen, sieben Praxisanleitungen und ein gemeinsames Ziel: Menschen gut pflegen und eine berufliche Zukunft gestalten. Im Senioren-Park carpe diem Aachen zeigt sich, wie internationale Vielfalt und persönliche Begleitung zu einer erfolgreichen Ausbildung beitragen.

Wer den Senioren-Park carpe diem Aachen betritt, erlebt ein vielfältiges Miteinander. Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen arbeiten hier zusammen. Viele der Auszubildenden haben ihre Heimat verlassen, um sich in Deutschland eine berufliche Perspektive aufzubauen. Derzeit absolvieren 51 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung in der Pflege, der Verwaltung oder der hauseigenen Küche.

Besonders in der Pflege spielt eine gute Begleitung eine entscheidende Rolle. Sieben Praxisanleitungen unterstützen die Auszubildenden dabei, ihr Wissen Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen. Neue Handgriffe werden zunächst gemeinsam geübt, bevor sie bei der Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner zum Einsatz kommen. Eine strukturierte Einarbeitung und feste Ansprechpartner geben Sicherheit und Orientierung.

Mehr als 90 Prozent der Pflegeauszubildenden kommen aus dem Ausland. Zu ihnen gehört der 23-jährige Oussama Ettouil aus Marokko. Seit Februar lässt er sich im Senioren-Park zur Pflegefachkraft ausbilden. Die Entscheidung für Deutschland hat er bewusst getroffen: „Die Arbeitsmöglichkeiten sind hier wesentlich besser als in Marokko. Das ist meine Zukunft“, sagt er überzeugt.

In Aachen fühlt er sich inzwischen gut aufgenommen. Besonders schätzt er die familiäre Atmosphäre und die Unterstützung durch die Praxisanleitungen. Damit sich internationale Nachwuchskräfte nicht nur beruflich, sondern auch im Alltag zurechtfinden, setzt die Einrichtung auf Einführungstage und eine Begrüßungsmappe. Auch ausreichende Deutschkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung und die tägliche Zusammenarbeit.

Dass Integration im Senioren-Park nicht nur im Arbeitsalltag stattfindet, zeigen gemeinsame Feste und Begegnungen. Während die Auszubildenden deutsche Traditionen wie Karneval, Oktoberfest und Weihnachten kennenlernen, stellen sie bei Sommerfesten auch ihre Herkunftsländer vor. In traditioneller Kleidung erzählen sie von ihrer Heimat und bringen landestypische Spezialitäten mit.

Besonders gut kam dabei der marokkanische Minztee an. „Seitdem müssen die Auszubildenden auf Wunsch der Bewohner von Wohnbereich III täglich Minztee kochen“, berichtet Einrichtungsleiterin Dagmar Reiners lachend. Aus einer einmaligen Aktion ist eine lieb gewonnene Gewohnheit geworden, die Menschen unterschiedlicher Kulturen verbindet.

Die guten Erfahrungen sprechen sich inzwischen auch international herum. Viele Bewerber kommen auf Empfehlung bereits beschäftigter Auszubildender und Fachkräfte nach Aachen. Das Leitungsteam ist besonders stolz auf die Leistungen der Nachwuchskräfte, die ihre praktischen und theoretischen Prüfungen häufig mit sehr guten Ergebnissen abschließen.

Eine Herausforderung bleibt der bürokratische Aufwand bei der Einreise und Einstellung internationaler Bewerber. Lange Wartezeiten bei Arbeits- und Aufenthaltstiteln erschweren die Planung und setzen die jungen Menschen unter Druck. Dennoch ist die Bilanz für den Senioren-Park positiv: Die internationalen Auszubildenden bereichern das Team, bringen Motivation und neue Perspektiven mit und zeigen, wie viel eine gute Begleitung bewirken kann.